Sicher reisen mit dem Bus

Von Zeit zu Zeit hört und liest man leider von Busunglücken. Meistens verletzen sich dabei viele Insassen, manchmal sterben Menschen sogar bei einem solchen Unfall. Das ist – wie bei allen Verkehrstoten – sehr traurig. Dennoch möchten wir Ihnen mit unserem Artikel zeigen, dass Sie als Buspassagier sehr sicher reisen.

Statistisches Bundesamt: Deutlich weniger Verletzte und Verkehrstote als beim Autofahren

Schaut man sich die absoluten Zahlen des Statistischen Bundesamtes an, stellt man schnell fest, dass Busfahren viel sicherer ist als die Fortbewegung mit anderen Verkehrsmitteln.

Im Jahr 2018 verletzten sich bei Verkehrsunfällen 6.407 Personen, die in einem Bus saßen. 30.485 Verletzte waren Fußgänger, 88.435 Fahrradfahrer. Und 211.560 Menschen befanden sich in einem PKW, als sie in einen Unfall verwickelt wurden.
Ähnlich sieht die Statistik bei den Getöteten aus. 9 Benutzer von Bussen starben nach einem Verkehrsunfall. Ungefähr 450 waren jeweils auf dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs. Und 1.424 starben als PKW-Insassen.
Auch wenn man sich die getöteten Reisenden pro einer Milliarde Kilometer betrachtet, reist man in einem Bus deutlich sicherer als in einem Auto. Zwischen 2007 und 2016 starben 2,12 Personen im PKW. In einem Bus waren es 0,17. Im Jahr 2011 waren Busse nur zu 1,67% an tödlichen Unfällen beteiligt, PKWs hingegen zu fast 50%.

Darum ist das Unfallrisiko beim Busfahren so gering

Mit einem Reisebus fahren Sie sicher in den Urlaub, weil bei seriösen Anbietern die Kombination aus den Bereichen Unternehmen, Fahrer und Bus stimmt. Wer ein Busunternehmen führt, muss Genehmigungen vorweisen, sich um die Disposition kümmern, den Arbeits- und Gesundheitsschutz beachten und prüfen, ob Mitarbeiter und Kunden zufrieden sind.

Erfolgreiche Anbieter für Busreisen beschäftigen nur gut geschulte Busfahrer, die natürlich Inhaber eines Busführerscheins der Klasse D oder DE sind. Langjährige Erfahrung sorgt dafür, dass kritische Situationen im Straßenverkehr gemeistert bzw. komplett vermieden werden.

Entsprechend des Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetzes (BKrFQG) müssen sich Fahrer alle fünf Jahre weiterbilden und dabei ein intensives Fahrsicherheitstraining absolvieren. Busfahrer werden in regelmäßigen Abständen auf ihre Fahrtüchtigkeit hin untersucht. Außerdem dürfen sie den Bus höchstens 4,5 Stunden am Stück lenken und müssen danach eine Pause von mindestens 45 Minuten einlegen. Kontrolliert wird das durch die digitale Fahrerkarte.

Für Reisebusse gelten hohe technische Sicherheitsstandards. Anders als PKWs müssen Busse alle 12 Monate zur Hauptuntersuchung. Zusätzlich finden viele Sicherheitsprüfungen statt. Zur Ausstattung eines modernen Reisebusses gehören beispielsweise ABS, ESP, Lichtsensoren und Tempobegrenzer. Darüber hinaus bekommen Fahrer immer mehr Unterstützung durch technische Hilfssysteme. Diese kontrollieren z.B. den Abstand zu anderen Fahrzeugen oder greifen ein, wenn es brenzlig wird.

Das können Sie als Fahrgast für Ihre Sicherheit im Bus tun

Nachdem Sie rechtzeitig am Abfahrtsort eingetroffen sind und Ihren Platz im Bus eingenommen haben, gibt es einige Tipps, die Sie beherzigen sollten:

-Verhalten Sie sich rücksichtsvoll gegenüber Mitreisenden.
-Minimieren Sie die Zeit, die Sie im Mittelgang stehen.
-Sprechen Sie den Fahrer nur in absoluten Notfällen an.
-Folgen Sie unbedingt den Anweisungen der Reiseleitung bzw. des Busfahrers.
-Bringen Sie Ihr Handgepäck sicher unter, damit es im Falle eines Unfalls nicht zum „Geschoss“ wird.

Darüber hinaus gibt es noch zwei besonders wichtige Themen, die Anschnallpflicht und den Kindersitz.

Anschnallpflicht im Bus

Gemäß § 21a StVO (Straßenverkehrs-Ordnung) herrscht in Reisebussen seit 1999 (Deutschland) bzw. 2006 (Europa) Anschnallpflicht. Der Busfahrer muss die Fahrgäste zu Beginn der Fahrt auf die Gurtpflicht hinweisen. Jeder ist jedoch selbst dafür verantwortlich, ob er diesem Hinweis Folge leistet. Die Anschnallpflicht gilt nicht für die kurze Zeit, in der Sie zur Bustoilette müssen oder die Sitzplätze tauschen.

Wir raten dazu, die Anschnallpflicht sehr ernst zu nehmen. Sicherlich wäre die Zahl der getöteten Buspassagiere in der Zeit vor 1999 noch geringer, wenn Busse schon früher mit Gurten hätten ausgestattet sein müssen. Denn: Die Anschnallpflicht rettet Leben! Fahrgäste werden bei einem Verkehrsunfall durch den Gurt im Sitz gehalten und nicht unkontrolliert durch den Innenraum geschleudert.

Das haben bedauerlicherweise noch nicht alle Busreisenden verstanden. Laut Aussage eines Unfallforschers schnallen sich nur 20 bis 25% der Passagiere an. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, das Bußgeld (aktuell 30,- Euro) für dieses Vergehen deutlich anzuheben!?

Kindersitze im Bus

Eine gesetzliche Regelung gibt es hinsichtlich von Kindersitzen und Babyschalen (noch?) nicht. Wenn Sie mit kleinen Kindern sicher reisen möchten, sollten Sie sich beim Busunternehmen erkundigen, ob und wie Kindersitze befestigt werden können. Nur in Ausnahmefällen stellen Busunternehmen selbst Kindersitze zur Verfügung.

Wir achten sehr darauf, dass sich die Buspartner, die wir vermitteln, an alle Sicherheitsstandards halten. Das Wichtigste ist für uns, dass Sie mit Hanse Mondial so sicher wie möglich reisen!

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