Mobilität schwereloser gestalten – Im Interview mit Felix Strohbach

Felix Strohbach hat seit März diesen Jahres sein eigenes Magazin: strohbonaut – Das Magazin für schwerelose Mobilität. In dem Magazin werden positive Geschichten über nachhaltigere Mobilität von Felix sowie GastautorInnen veröffentlicht. Freiberuflich schreibt Felix zudem für die Magazine GQ German, Elektroautombil und transform.
Im Interview steht er uns Rede und Antwort rund um die Themen Mobilität und Nachhaltigkeit. Zudem verrät er inwiefern sich seine Mobilität in den letzten Monaten verändert hat.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

Was hat dich motiviert dein eigenes Magazin ins Leben zu rufen?

Felix Strohbach: Viele Themen und Fahrzeuge, die ich wichtig und spannend finde, kommen in den bestehenden Medien kaum vor. Deshalb glaube ich, dass es an der Zeit war eine Plattform für alle Formen von nachhaltiger Mobilität zu schaffen. Je nach Lebenssituation und Entfernung des Zielorts ist nicht immer ein Elektroauto sinnvoll oder ein Fahrrad ausreichend.

Welche Bedeutung hat dabei die „schwerelose Mobilität“?

Felix Strohbach: Das Wort schwerelos hat hier eine doppelte Bedeutung. Zum Einen spielt es auf den schwebenden Zustand von AstronautInnen im Weltraum an, zum Anderen steht es für ein geringes Gewicht. Von schwereloser Mobilität erhoffe ich mir mehr Leichtigkeit, momentan ist Verkehr vor allem eine Belastung.

Wie kommst du aktuell von A nach B?

Felix Strohbach: Im Alltag: Mit dem Fahrrad.
Am Wochenende: Mit einem elektrischen Sharing-Fahrzeug.
Im Urlaub: Mit dem Zug oder einem elektrischen Mietfahrzeug.
In diese drei Kategorien habe ich auch mein Online Magazin (strohbonaut.de) unterteilt.

Hat sich etwas an deiner Mobilität durch Corona verändert?

Felix Strohbach: Meine Mobilität hat sich zum Teil von der realen in die virtuelle Welt verlagert. Statt mich persönlich zu treffen, sehe ich viele Menschen nur noch über den Computerbildschirm, das ist auch manchmal schade. Insgesamt bin ich weniger unterwegs und das finde ich an den meisten Tagen angenehm.

Siehst du Chancen oder sogar Risiken in der Mobilität durch Corona?

Felix Strohbach: Ich glaube es besteht ein Risiko, dass viele Menschen die öffentlichen Transportmittel in Zukunft häufiger meiden und aufs Auto umsteigen. Dafür boomt der Fahrradverkehr in den Städten und es donnern weniger Flugzeuge über den Himmel. Die Risiken und Chancen halten sich also die Waage.

Welche Rolle spielt die Nachhaltigkeit in deinem Alltag sowie deiner Mobilität?

Felix Strohbach: Das Wort Nachhaltigkeit wird ziemlich übermäßig verwendet. Für mich ist es vor allem wichtig durch meinen Lebensstil so wenig Schaden anzurichten wie möglich. Das bedeutet konkret: Ich kaufe regional und saisonal, ich esse kein Fleisch und vermeide tierische Produkte und ich fahre auch im Regen mit dem Fahrrad.

Wie sieht für dich die „perfekte“ Mobilität der Zukunft aus?

Felix Strohbach: In den Städten fahren alle Fahrrad, Straßenbahn oder gehen zu Fuß. Auf den Landstraßen gleiten kleine E-Autos, Velomobile und elektrische Leichtfahrzeuge mit höchstens 80 km/h vor sich hin. Flugverbindungen gibt es nur noch zwischen Kontinenten und bei einem Mindestaufenthalt von vier Wochen. Zwischen allen europäischen Städten gibt es Verbindungen mit dem Nachtzug oder Bus. Ich würde gerne am frühen Abend in Innsbruck in den Nachtzug steigen und Vormittags ausgeschlafen in Lissabon aussteigen und Kaffee und ein Pastel de Nata frühstücken.

Lieber Felix, wir bedanken uns herzlich bei dir für deine Zeit und deine spannenden Einblicke!
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