Aktuelle Infos zu COVID-19



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Hanse Mondial Blog

Weitere Updates und Infos auf unserem Blog.

Buslogistik – Coronavirus Update

Die Sicherheit und der Schutz der Gesellschaft im Fokus.


Sie alle sind direkt oder indirekt vom Coronavirus und den damit einhergehenden Einschränkungen betroffen. Auch wir von Hanse Mondial merken die Auswirkungen in allen Bereichen. Insbesondere die Untersagung von Busreisen zu touristischen Zwecken trifft unsere Branche hart.

Die Mentalität der Hanse Mondial und ihrer Mitarbeiter lässt es aber nicht zu, dass wir den Kopf in den Sand stecken und abwarten. Ganz im Gegenteil. In der jetzigen Situation möchten wir ganz besonders unseren Beitrag zum Allgemeinwohl leisten und unsere Werte weiterleben. Wir sind daher selbstverständlich weiterhin 24/7 für Sie erreichbar und reagieren individuell sowie flexibel auf Ihre Fragen. Auch Anfragen für eine Buchung eines Busses mit Fahrer sind selbstverständlich weiter möglich und werden gewohnt schnell bearbeitet.

Nachfolgend finden Sie einige Themen und Hinweise, die unsere Branche derzeit besonders bewegen. Darüber hinaus, stellen wir aktuelle Informationen und weiterführende Inhalte regelmäßig auf unserem Blog zur Verfügung.

Petition für die Busbranche

Busbranche vor dem Abgrund - Soforthilfe für Reisebusunternehmen notwendig

Wir haben eine Petition zur Rettung der Busbranche gestartet! Sei dabei und unterstütze uns mit deiner Unterschrift:

Petition unterschreiben & teilen!

Brandbriefe aus der Busbranche an die Politik und Herrn Ralph Brinkhaus MdB

Hilferufe der Busunternehmen

Wir, die Hanse Mondial, haben in den vergangenen Wochen den intensiven Austausch mit unseren Partnern, Busunternehmen in ganz Deutschland, gesucht.

Dabei wurde von Tag zu Tag deutlicher, in was für einer prekären Lage sich die Branche befindet. Im Grunde sind alle Busunternehmen durch das Verbot des touristischen Reisegeschäfts und auch die starken Einschränkungen im ÖPVN in Ihrer Existenz bedroht.

Daher möchten wir die Branche an dieser Stelle u.a. mit der Veröffentlichung von zwei Brandbriefen und den Antworten dazu aus der Politik unterstützen.

Hilferuf der Firma Könitzer Travel

Omnibusunternehmer in Ostwestfalen - Ein Hilferuf der Busunternehmen

Sehr geehrter Herr Brinkhaus,

in tiefster Verzweiflung wenden wir uns noch einmal an Sie mit der dringenden Bitte um schnelle Hilfe. Wir, die Omnibusunternehmer in Ostwestfalen, die ansonsten in gesundem, kollegialem Wettbewerb stehen und um jeden Gast in seinem eigenen Bus kämpfen, wenden uns vereint an Sie. Das hat es noch nie gegeben.

Bei uns allen bricht alles zusammen, wie überall. Wir haben tausenden Reisenden abgesagt.

Wir wissen, dass Ihnen die schwierige Lage gerade in unserem bustouristischen Bereich bekannt ist.

Jedoch nachstehend noch einmal die detaillierte Darstellung aller Probleme mit Hintergrundinformationen.

1.) Wegfall aller touristischen Ziele ab spätestens Mitte März bis auf weiteres… Kundengelder müssen nach Pauschalreise-Gesetz zurückgezahlt werden. Hotels und Veranstalter beharren zum großen Teil auf Vertragserfüllung und Zahlung.

2.) Wegfall aller Flug- und Fernreisen, die besonders im schwächeren saisonalen Winter für uns alle wichtig sind. Dabei sind z.T. immens hohe Vorleistungen geleistet worden, die oft auch im Nicht–EU-Ausland fest liegen und nicht zurückkommen.

3.) Wir sitzen besonders in der Zwickmühle und haben die doppelte Belastung zu tragen. Außer den hohen laufenden Kosten, haben wir Vorleistungen in Millionenhöhe an die Leistungsträger, wie z.B. Hotels- und Kulturbetriebe sowie Flusskreuzfahrt-Reedereien gezahlt. Ob wir diese Gelder zurückbekommen, steht in den Sternen, denn die ersten Vertragspartner sind so in Not, dass Sie Insolvenz anmelden müssen. Wir Kollegen, die wir touristisch aktiv sind, haben Kundengelder ebenfalls in Millionenhöhe zurück zu zahlen und wissen nicht, woher wir das Geld nehmen sollen. Die Arbeit und Beratung der Mitarbeiter samt Vergütung, Katalogerstellung, Werbung etc. ist im Winter in Vorleistung bezahlt worden, jetzt hätte die Refinanzierung durch die Durchführung der angebotenen Reisen stattgefunden. Wir haben in unseren Familienbetrieben branchenübliche touristische bodenständige Verträge geschlossen. Alle Risiken, die in der Veranstalter- und Vermittlertätigkeit versicherbar sind, haben wir alle abgedeckt. Dieses Drama ist jedoch nicht versicherbar.

4.) Alle Reisebusse und viele der Linienbusse stehen jetzt still, weil sie nicht fahren dürfen. Mehrere Millionen an Bankkrediten müssen dennoch abbezahlt werden. Sicherlich helfen uns die Banken durch Stundung der Tilgung, aber die allgemeine Kreditbelastung ist in unserer Branche so hoch, dass von uns keine weiteren Kredite in diesen Summen zuverlässig bedient werden können. Wir können auch keine weiteren Sicherheiten stellen.

5.) Auch die Finanzämter helfen, aber irgendwann müssen wir da auch wieder bedienen. Wir zahlen grundsätzlich gern Steuern, denn dann hat man ja auch was verdient.

6.) Unseren Reisebüros, die in der Vermittlertätigkeit hohe Beratungsvorleistungen getätigt haben, fallen alle Provisionen weg. Und das nach der hohen Belastung in 2019 durch die Insolvenz von Thomas Cook.

7.) Jetzt fällt der Schülerverkehr weg. Die Linien laufen noch – aber wie lange noch? Es gibt nur ausgedünnte Ferienfahrpläne, wie wir gerade gehört haben. Für die Erfüllung der Ausschreibeanforderungen gerade in Bezug auf den CO2- Ausstoß haben viele Kollegen in den letzten Jahren Millionen in einen neuen Linienfuhrpark investiert. Der Schaden geht hier gesammelt auf mehrere Millionen € pro Monat. Sicherlich gibt es schon Gespräche zwischen den Auftraggebern und dem Aufgabenträger. Aber das wird unsere Firmen nicht retten, denn es ist ja nur ein kleiner Teil. Gerade im Augenblick mit dem ausgedünnten Ferienfahrplan. Ohne private Busbetriebe würde der gesamte ÖPNV, das ist bestimmt auch bundesweit so zu bewerten, nach Corona vollends zusammenbrechen. Zudem wäre auch die Beförderung zu den Lebenshilfe-Einrichtungen nach einer möglichen Insolvenz der privaten Busunternehmen nicht mehr gewährleistet. Es gibt schon folgende Überlegungen einiger Kollegen. Vielleicht sollten wir gesammelt Insolvenz anmelden, auch um uns und unsere Mitarbeiter zu schützen.

8.) In der Krise spart man Kosten – aber wie sollen wir das machen? Hunderte Busse sind bereits abgemeldet. Selbst wenn wir unsere Busse verkaufen wollten, die in einem sehr guten Zustand sind – es gibt keinen Markt und die Busse sind auch in Finanzierungen gebunden. Die Gebrauchtbusabteilungen der großen Hersteller haben auch schon ein Ankaufverbot verhängt.

9.) Zudem werden wir unsere Hausbanken enorm schädigen, denn wir haben alle äußert hohe Kredite, die wir bedienen müssen und nicht können.

10.) Fürsorge: Um die langjährigen Mitarbeiter, die das Herz unserer Firmen sind, sorgen wir uns unendlich. Sie sind bei allen in Kurzarbeit. Hier geht es auch um viele Mitarbeiter und Familien. Wie lange schaffen wir das noch?

11.) Natürlich geht Gesundheit vor. Dabei sind die Maßnahmen der Regierung zu loben und äußerst nötig. Aber wie lange gibt es kein Geschäft für uns. Wie lange haben die Gäste nach Corona Angst, zu reisen, oder ist es gar, wie im Augenblick verboten?

Sieckendiek ca. 90 Mitarbeiter ca. 45 Busse und Kleinbusse Bröskamp 79 Mitarbeiter/innen 43 Busse und Kleinbusse Zander ca. 180 Mitarbeiter ca. 100 Busse und Kleinbusse Gehle ca. 20 Mitarbeiter ca. 10 Busse und Kleinbusse Orth ca. 35 Mitarbeiter ca. 18 Busse und Kleinbusse Mertens ca. 105 Mitarbeiter ca. 59 Omnibusse und Kleinbusse Neumann ca. 33 Mitarbeiter ca. 18 Busse und Kleinbusse Team Tour ca. 6 Mitarbeiter Holtkamp Reisen 10 Mitarbeiter ca. 9 Busse und Kleinbusse Leeker-Touristik ca. 24 Mitarbeiter ca. 16 Busse und Kleinbusse Kottenstedte ca. 35 Mitarbeiter ca. 16 Busse und Kleinbusse David-Reisen ca. 100 Mitarbeiter ca. 40 Busse und Kleinbusse Schüttpelz-Reisen ca. 7 Mitarbeiter 2 Reisebusse KTT ca. 25 Mitarbeiter 18 Reisebusse und Kleinbusse Brüggenthies ca. 77 Mitarbeiter ca. 50 Busse und Kleinbusse Der Elsetaler ca. 75 Mitarbeiter ca. 24 Busse und Kleinbusse Hermesmeyer ca. 60 Mitarbeiter ca. 12 Busse, 20 Taxen und Mietwagen Hänschen‘s Reisedienst ca. 15 Mitarbeiter ca. 9 Busse und Kleinbusse Suerland Reisen ca. 17 Mitarbeiter ca. 12 Busse und Reisebusse Wittler Bustouristik ca. 45 Mitarbeiter ca. 28 Busse und Kleine Brautlacht Reisen ca. 16 Mitarbeiter ca. 14 Busse und Kleinbusse Busteam Sauerland ca. 119 Mitarbeiter ca. 90 Busse und Kleinbusse Zacharias ca. 64 Mitarbeiter ca. 50 Busse und Kleinbusse Motzek-Reisen ca. 40 Mitarbeiter ca. 28 Busse und Kleinbusse Pinno-Reisen ca. 4 Mitarbeiter ca. 4 Busse

Summe: ca. 1.281 Mitarbeiter 735 Fahrzeuge – davon sicherlich 60 % oder mehr Linienbusse zur Bedienung des ÖPNV Touristisches Segment

Stand 19.03.

Storno März/April 100 %

Storno: alle Klassenfahrten

Wenn wir keine Gelder bekommen, die in den Unternehmen bleiben, müssen wir wohl alle zeitnah Insolvenz anmelden.

Bei allem geht Gesundheit vor.

Wir fragen nach Staatshilfe.

Vor drei Wochen hatten wir allesamt noch einen guten Start ins neue Jahr 2020.

Hier zerrinnt gerade alles, was wir, unsere Eltern, Großeltern und Kinder aufgebaut haben. Jederzeit stehen wir zu einem Gespräch bereit, oder für weitere Hintergrundinformationen gebe ich Ihnen meine Handy-Nummer: 0174 xxx.

 

Bitte helfen Sie uns schnell. Bitte.

 

Mit traurigen Grüßen

Ihre Bettina Sieckendiek

 

Nach telefonischer Absprache mit allen unten gezeichneten Busunternehmer-Kollegen:

Die Sieckendiek-Familien – Reisebüro und Omnibusverkehr Sieckendiek Heinz Bröskamp, Firma Heinrich Bröskamp e.K., Harsewinkel Jörg Mertens – Mertens – Reisen Hugo und Marita Zander – Zander-Bustouristik e.K. Dmytro Kislitsyn - David – Reisen Oelde Familie Seidel – Leeker Bustouristik Familie Gehle – Gehle-Reisen Familie Kottenstedte – Kottenstedte – Reisen Familien Robert und Jens Orth – Orth-Reisen Martin Neumann – Neumann-Reisen Team Tour als Veranstalter Michael Schüttpelz – Schüttpelz-Busreisen Erwin Holtkamp – Holtkamp – Busreisen Familien Hemminghaus und Meyering – Der Elsetaler Reisedienst Hermann Brüggenthies – Brüggenthies Bustouristik Team von Hänschen’s Reisedienst Familie Hermesmeyer-Schuster – Hermesmeyer-Reisen Timo Seelhorst – KTT Klesener Familie Brautlacht - Brautlacht Busreisen Johannes Suerland – Suerland Busreisen Familie Vosshans – Wittler Bustouristik Familien Friedel Knipschild, Familie Marcus Knipschild, Familie Tuss, Familie Henneke und Familie Kersting – Busteam Sauerland Familie Gustav Zacharias – Reisedienst Zacharias Familie Motzek – Reisedienst Motzek Olaf Pinno – Pinno - Omnibustouristik

Gemeinsamer Hilferuf - 62 Unternehmen -über 1.000 Mitarbeiter -über 700 Busse

Busunternehmen aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen

E-Mail von KÖNITZER OMNIBUSBETRIEB im Namen von 62 Busunternehmern - 25. März 2020

 

Sehr geehrter Herr Brinkhaus,

in der vergangenen Woche hat Frau Bettina Sieckendieck in einem sehr offenen und emotionalen Brief die Probleme der Busbranche aufgrund der Corona-Epidemie dargestellt und um Ihre Unterstützung gebeten. Dieser Brief hat die speziellen Probleme unserer Branche auf den Punkt gebracht.

Wir Busunternehmen aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen möchten deshalb diesen Hilferuf auch zu unserem Hilferuf machen. Noch nie haben Busunternehmer mehrerer Bundesländer gemeinsam gekämpft und versucht, sich mit starker Kraft Gehör zu verschaffen. Doch diese Notsituation, in der sich aktuell ausnahmslos alle Busunternehmen befinden, macht es nötig, dass wir Busunternehmer alle Befindlichkeiten beiseite stellen und gemeinsam mit Ihnen und allen Mitgliedern des Deutschen Bundestages, mit den Ministern der einzelnen Bundesministerien und der Bundeskanzlerin nach einer Lösung zu suchen.

Es ist uns klar, dass die Gesundheit das wertvollste Gut jedes Einzelnen und daher schützenswert ist.

Wir wissen, dass Sie in unzähligen Gesprächen bereits nach Lösungen suchen. Wir wissen auch, dass Sie die Probleme, die von Frau Siekendieck benannt wurden, ernst nehmen.

Und trotzdem sind alle bisher angedachten oder auch bereits verabschiedeten Maßnahmen für unsere Branche und vor allem im Reiseverkehr nicht ausreichend.

Jedes Restaurant, jedes Fitnessstudio, jeder Spielzeugladen hat jetzt Einbußen. Aber in dem Moment, in dem das gesellschaftliche Leben wieder Fahrt aufnimmt, werden die Cafe´s gestürmt, die Fitnessstudios überrannt und die Menschen gehen wieder shoppen.

Doch wann wird unsere Stunde 0 sein, wann werden wir wieder mit Gästen durchs Land fahren dürfen? Wann erteilen die Kultusministerien wieder Genehmigungen für Schulfahrten? Wann können wir wieder in andere Länder einreisen? Wann gewinnen die Senioren ihre Reiselust zurück? Wann haben die Menschen überhaupt wieder Geld, um sich Bus- oder Urlaubsreisen zu gönnen? Unzählige Fragen, auf die niemand heute eine Antwort geben kann.

Zudem tun sich vermehrt Probleme in der Nutzung der schon verabschiedeten Maßnahmen auf.

Sehr viele unserer Kollegen und Mitunterzeichner haben von ihren Hausbanken in den letzten Tagen den Satz gehört „ihr seid nicht kreditwürdig“. Es sollen Liquiditätsplanungen für die kommenden 12 Monate abgegeben werden, auf deren Grundlage die Hausbanken entscheiden wollen…. Was sollen wir denn planen, wenn niemand prognostizieren kann, ab wann der Reiseverkehr sich erholt?

Kredite helfen zudem kaum einem Unternehmer weiter. Der Monat hat auch nach Corona nur 30 Tage in denen man einen Summe X im Reiseverkehr einfahren kann. Wo soll da, bei dann sicherlich auch noch zurückhaltendem Buchungsverhalten der Kunden, das Geld für Busraten und Kreditrückzahlungen kommen?

Der zB seit 23.03. in Thüringen zu beantragende Zuschuss ist zwar grundsätzlich prima, ist aber ein Tropfen auf den heißen Stein und deckt nicht einmal die Ausgaben bis Ende April. Es ist ein Anfang – eher so ein moralischer Lichtblick, aber keine Lösung.

Kurzarbeitergeld haben die meisten Unternehmen inzwischen für Ihre Fahrer beantragt, es wird sich jetzt zeigen, wie schnell die Ämter bei der Bearbeitung vorgehen können bzw. ob man mit 67% die Fahrer halten kann. Von vielen Firmen haben wir Rückmeldungen, dass die Busfahrer ins LKW-Gewerbe abwandern wollen (sofern sie auch den LKW-Schein haben), weil dort ja im Moment große Nachfrage besteht. Am Ende des Tages muss man sehen, ob sich nicht auch das Problem des Mangels an Busfahrern nach der Krise verschärft.

Ins Reiserecht einzugreifen wäre sicher ein gewaltiger und schwieriger Schritt. Natürlich ist es ärgerlich, wenn die Kunden auf allen Internetseiten immer nur aufgeklärt werden, wie sie ihre angezahlten Reisegelder zurückerhalten und welche Rechte sie haben. Wir Reisebusunternehmen sind genauso unverschuldet in die missliche Lage gekommen wie unsere Kunden! Die Unternehmen haben im Winter mit den Anzahlungen gearbeitet, um über die schwachen Wintermonate zu kommen, um Kataloge zu drucken, Anzahlungen an Hotels, Reedereien o.ä. vorgenommen usw. Da jetzt die Kundengelder zurückgezahlt werden müssen, stehen viele Unternehmen auch dadurch am Abgrund. Andererseits heißt es aber auch, in jedem Fall das Vertrauen der Kunden zu behalten – wenn wir den Kunden jetzt Gelder nicht erstatten würden, buchen sie natürlich auch zukünftig nicht bei uns. Wir stecken da also in einer großen Zwickmühle. Vielleicht wäre es hier eine Option, den Unternehmen zu gestatten, die Anzahlungen in Form von Gutscheinen abzurechnen oder einfach den Zeitraum der Rückerstattung viel weiter auszudehnen. Ansonsten wird alleine dadurch einigen Unternehmen nur die Insolvenz bleiben, um dann über die vorhandenen Insolvenzversicherungen den Kunden die Gelder zusichern zu können.



E-Mail Antwort von Frau Heike Brehmer MdB - 07.04.2020





From: Brehmer Heike

Sent: Tuesday, April 7, 2020 3:26 PM

Subject: Ihre E-Mail vom 25.03.2020, Betr.: Hilferuf der Busunternehmer

 

Sehr geehrte Familie Könitzer,

vielen Dank für Ihre E-Mail, mit der Sie auf die aktuelle Situation der Busunternehmer in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen aufmerksam machen und sich an den Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Herrn Ralph Brinkhaus MdB gewandt haben. 

Unser Fraktionsvorsitzender, Herr Brinkhaus MdB hat mich gebeten, Ihnen als Vorsitzende der CDU-Landesgruppe Sachsen-Anhalt zu antworten. Dieser Bitte komme ich sehr gern nach und möchte Ihnen mitteilen, dass alle Abgeordneten unserer CDU/CSU-Bundestagsfraktion sich der besonderen Betroffenheit der deutschen Tourismuswirtschaft und insbesondere der Busunternehmen sehr bewusst sind.

Die umfangreichen Finanzhilfen, die Bund und Länder nun ausschütten, sind in dieser Form europaweit einzigartig und verdanken dies einer klugen Finanzpolitik. Wir verdanken sie aber insbesondere den starken, gerade auch kleinen und mittelständischen, Steuerzahlern, Unternehmen wie dem Ihren, die in den vergangenen Jahren gut ge- und erwirtschaftet haben und von deren Steuereinnahmen wir nun stärker durch diese Krise kommen können, als unsere europäischen Nachbarn.

Der Deutsche Bundestag hat am 25. März 2020 weitreichende Maßnahmen beschlossen, von denen insbesondere die Tourismuswirtschaft profitieren kann. Dazu gehören die Flexibilisierung des Kurzarbeitergeldes ebenso wie die Bereitstellung von Liquidität durch Garantien, Bürgschaften und Steuerstundungen. An den Beratungen hierzu war und ist der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (BDO) als Ihr Unternehmerverband eingebunden. Mit den Vertretern des BDO befinden sich die verkehrs- und tourismuspolitischen Experten unserer Fraktion in regem Austausch. Sie dürfen daher sicher sein, dass diese Ihre Interessen stark auf allen notwendigen Ebenen vertreten.

Gegenwärtig werden intensiv weitere Maßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie geprüft. Die in Ihrem Schreiben angesprochene Möglichkeit einer Gutscheinlösung ist ebenfalls Teil dieser Prüfungen. 

Gestern hat das Bundeskabinett beschlossen, ein zusätzliches Kreditprogramm für kleine und mittlere Unternehmen auf den Weg zu bringen. Mit dem neuen KfW-Schnellkredit 2020 können diese durch KfW-Darlehen i.H.v. drei Monatsumsätzen bis zu einem Höchstbetrag von 800.000 Euro und 100 % Haftungsfreistellung für den Finanzierungspartner mit einer raschen Liquiditätshilfe unterstützt werden. Der neue KfW-Schnellkredit ergänzt das bereits bestehende KfW-Sonderprogramm 2020 und die bereits bestehende Soforthilfe für Unternehmen bis zehn Beschäftigte.

Hinweisen möchte ich Sie auch auf den speziell für die Tourismuswirtschaft eingerichteten "Corona-Navigator" des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes unter https://corona-navigator.de sowie die aktuellen Informationen der Bundesregierung unterwww.bundesregierung.de , welche fortlaufend aktualisiert werden.

Die Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen stellt unsere gesamte Wirtschaft und Gesellschaft vor riesige Herausforderungen. Wir werden die praktische Umsetzung aller beschlossenen Gesetze und Maßnahmen verfolgen und prüfen, ob die Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung ausreichen oder wo wir Anpassungen und ggf. Verbesserungen vornehmen müssen.

Ich möchte ausdrücklich Ihrem Dachverband, dem BDO, für die konstruktive Zusammenarbeit in diesen Tagen danken. Des Weiteren weise ich auf zusätzliche ergänzende Maßnahmen der Bundesländer hin. Eine Zusammenfassung für Sachsen-Anhalt (Stand 07. April 2020) füge ich Ihnen in der Anlage bei.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Heike Brehmer, MdB

 

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From: Juergen Koenitzer

Sent: Wednesday, April 8, 2020 12:05 PM

To: Brehmer Heike

Subject: Re: Ihre E-Mail vom 25.03.2020, Betr.: Hilferuf der Busunternehmer

 

Sehr geehrte Frau Brehmer,

herzlichen Dank für Ihre freundliche und ausführliche Beantwortung unserer Mail. Es tut gut, zu wissen, dass wir nicht gänzlich ungehört bleiben. Wir wissen auch, dass sich die Bundesregierung intensiv mit unterstützenden Maßnahmen beschäftigt.

Allerdings müssen wir nochmals auf ein großes Problem aufmerksam machen, welches mit dem neu aufgelegten Schnellkredit keinesfalls gelöst wird. Mal davon abgesehen, dass zusätzliche Kredite die schwierigste Lösung in unserer Branche sind, da wir alle schon mit Busfinanzierungen belastet sind – aber : Gerade Familienunternehmen bestehen oft aus weniger als 10 Mitarbeitern. Für diese Unternehmen ist der Schnellkredit daher kein Angebot und keine Lösung. 

Wir müssen weiterhin die Beantragung über unsere Hausbank vornehmen und unzählige Unternehmen haben von dort schon einen Absage erhalten. Aufgrund der für uns weiterhin bestehenden 10% Haftung der Hausbanken sind wir nahezu chancenlos bei der Beantragung eines KfW-Kredits und uns persönlich wurde auch mitgeteilt, dass bei unserer Hausbank eine Bearbeitung mindestens 3 Monate dauern würde. Die Anfrage bei einer anderen regionalen Bank (so wie es auf den Internetseiten der KfW vorgeschlagen wird) hat nur ergeben, dass sie unseren Antrag gar nicht bearbeiten würden, weil wir dort kein Kunde sind.

Für uns gilt also  weiterhin nur die Soforthilfe bzw. uU für den Unternehmer selbst der Grundsicherungsanspruch. In der Bearbeitung der Soforthilfe sieht es aktuell so aus, dass im Land Thüringen ca 26000 Anträge gestellt wurden. Bis zum vergangenen Wochenende wurden davon etwa 3000 Anträge bearbeitet (Info veröffentlicht auf Thüringen24). Wenn wir das hochrechnen und unseren eigenen Antrag irgendwo im Mittelfeld bei Antragsnummer “15.278” einordnen, dann würde es noch geschätzte 7 - 8 Wochen dauern, ehe wir die Soforthilfe erhalten würden. Es ist uns klar, dass auch alle Mitarbeiter in den zuständigen Stellen mit Hochdruck arbeiten – allerdings zählt für die Unternehmen jeder einzelne Tag ! Hinzu kommt, dass zB unser Unternehmen Anspruch auf max 9000,00 € hätte, die uns dann allerdings nur über 1 Monat retten. Mit 9000 € können wir für 1 Monat die Busraten, Miete der Fahrzeughalle und des Büros bezahlen.....was aber kommt dann? Nach aktuellen Prognosen von Virologen, Wissenschaftlern, Politikern und auch gemäß unseres gesunden Menschenverstandes rollt auch im Sommer noch kein Reisebus. Natürlich wurden die Finanzierungen gestundet, doch ab Juli bzw August erfolgen die Abbuchungen der Finanzierungsgesellschaften wieder – dann noch mit den erhöhten Raten, um die jetzt gestundeten Zahlungen aufzuholen. Uns bleibt also spätestens dann die Luft aus und nur die Insolvenz. Bei einer Umfrage unter Busunternehmern aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt wurden monatliche Fixkosten in Höhe von rund 5000,00 € pro Reisebus als total realistisch erachtet – wenn man also schaut, wie viele Busse die jeweiligen Unternehmen, ob groß oder klein, auf dem Hof stehen haben, kann man sich ausmalen, welche Kosten da jetzt auflaufen, die nicht wieder aufholbar sind. 

Sehr geehrte Frau Brehmer, ganz persönlich möchten wir Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen in den Ministerien auch im Namen unserer Kollegen mit kleinen Familienbetrieben darum bitten, die Bereitstellung der Schnellkredite auf alle Unternehmen der Touristikbranche auszuweiten. Mit der jetzigen Regelung werden wir jeglicher Existenzgrundlage beraubt. Wir mussten auf Geheiß der Bundesregierung unverschuldet und nicht aufgrund unternehmerischer Fehlentscheidungen unseren Betrieb einstellen und werden erst lange nach Öffnung aller anderen Geschäfte, Dienstleister, Institutionen und Unternehmen wieder mit unserer Arbeit beginnen können! Vielleicht liegt unser Tag X erst im Jahr 2021 – wer kann das jetzt schon sagen?

Wir wissen, dass der Schutz der Gesundheit das Gebot der Stunde ist, aber wenn wir Busunternehmer alle unsere Unternehmen aufgeben müssen, ist auch unsere Gesundheit bedroht. Die seelische Gesundheit unzähliger Unternehmer, derer Kinder, Familien und Mitarbeiter steht durch die aktuellen Bestimmungen auf dem Spiel.

Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass auch für uns eine Neuregelung gefunden wird.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

 

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen & Grit Könitzer

Busbranche in Gefahr

Hilferuf aller Busunternehmen wird laut!

Neben dem Wegfall aller touristischen Reisen (Busreisen), stehen tausende Busse still. Die Einkommensquelle aus Linienverkehr ist durch die Schulschließungen und die konsequente Einschränkung des öffentlichen ebenfalls zum Erliegen gekommen.

Die Notwendigkeit der Maßnahmen ist allen Unternehmen in der Busbranche klar. Ebenso klar ist aber auch, dass die vielen Mittelständler und Kleinunternehmer die Situation nicht lange durchhalten. Wird nicht schnell und entschlossen gehandelt, droht Ihnen die Insolvenz. In den letzten Jahren wurde zum Schutz der Umwelt sehr stark in neue Fuhrparks investiert, die laufenden Kredite lassen sich ohne Einnahmen jedoch nicht lange bedienen.

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) sowie der Internationale Bustouristik Verband (RDA) und die Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk) rufen daher ihre Mitglieder dazu auf, die Politiker in der jeweiligen Region, aber auch die Landtags-, Bundestags und EU-Parlamentarier ihrer Wahlkreise mit der Situation zu konfrontieren und ihnen den Ernst der Lage vor Augen zu führen.

So bereits geschehen durch einen gemeinsamen Brief von 25 Omnibusunternehmern in Ostwestfale. Dieser Hilferuf der Busunternehmen zeigt wie dramatisch die Lage ist und dient dabei als Vorbild für alle Busunternehmer. Gerne unterstützen wir als Hanse Mondial dieses und stellen das Schreiben auch hier auf unserer Seite online.

Hilferuf der Busunternehmen an Ralph Brinkhaus.pdf

Bus mieten zur Aufrechterhaltung des Arbeitslebens

Mitarbeiter-Shuttle, Werk-Shuttle und Ersatzverkehr trotz Corona

In der aktuellen Situation um Covid-19 können Sie insbesondere und auch weiterhin von unserer Erfahrung im Bereich des Mitarbeiter-Shuttle, Werk-Shuttle und Ersatzverkehr profitieren. Sollte beispielsweise der ÖPVN Ihre Mitarbeiter nicht mehr, oder nur eingeschränkt und unter gesundheitlichen Risiken zum Arbeitsplatz befördern können, sprechen Sie uns an.

Wir sind sehr erfahren in den Bereichen des Transfers von Mitarbeitern zwischen Wohnort und Arbeitsstätte oder verschiedenen Werken. Auch aktuell sind wir weiter in der Lage Sie beim sicheren Transport Ihrer Mitarbeiter zu unterstützen. Aus unserer Expertise heraus erarbeiten wir gerne gemeinsam mit Ihnen individuelle Lösungen und Konzepte. Alles in dem Bestreben dazu beizutragen Ihren Betrieb weiter aufrecht zu erhalten und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Ihr Unternehmen zu minimieren.

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